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FILM IM DEZEMBER

Veröffentlicht in FILM & DVD

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film 234 dez
Am 13. Dezember startet der wohl mit Abstand am meisten erwartete Film des Jahres. Ja, ich weiß, im Sommer wurde den „Avengers" und „The Dark Knight Rises" ebenfalls mit höchster Spannung entgegengefiebert. Aber jetzt startet Peter Jackson seine zweite Tolkien-Trilogie mit „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise". Die Poster hängen ja schon seit Wochen überall, doch vor der Weltpremiere Ende November wird kaum jemand diesen Film gesehen haben. Danach wird er in der Weihnachtszeit wie eine Bombe einschlagen. Das ist so sicher wie die Geschenke an Heiligabend.

Die Filmemacher und Warner Bros. können erfolgssicher sein, immerhin haben sie die 29.-, 20.- und 6.-erfolgreichsten Filme der Welt als Rückendeckung: die Herr-der-Ringe-Trilogie. Und deren Gefolgschaft wird sich nicht zweimal ins Kino bitten lassen.
Das rechneten sich auch Jackson und seine Geschäftspartner aus und erklärten im Spätsommer kurzerhin, dass „Der Hobbit" nicht wie erst geplant in nur zwei Teilen, sondern doch ebenfalls in dreien in die Kinos kommt. Nun ist es ja so, dass die Ringe-Trilogie gut 1300 Romanseiten zusammenraffen musste. Vieles, wie etwa Tom Bombadil, blieben auch in der Extended-Version unerzählt. Die Hobbit-Trilogie wird vielleicht nicht ganz deren epische Filmlänge erreichen. Wenn man aber den geringen Vorlagenumfang von nur 330 Seiten bedenkt, dann wirkt die Entscheidung weniger verhältnismäßig.

Ich bin mir sicher, dass Jackson nicht weniger respektvoll mit der Vorlage umgegangen ist, die Hobbit-Filme alles andere als langweilig werden und sich die Kinogänger nicht verarscht vorkommen werden, dass es doch drei Teile sind.
In Anbetracht dass aber sowohl die Finale von gut laufenden Megablockbustern wie „Harry Potter" oder „Twilight" aufgeteilt werden, mache ich mir schon Gedanken darüber, ob dies nur gemacht wird, weil die Geschichten dadurch besser erzählt werden können. Warum sich viermal mit Milliardenumsätzen zufrieden geben, wenn man es auch achtmal haben kann?
Aber sei's drum! Was wir alle vom Leben erwarten, ist doch, einfach nur gut unterhalten zu werden. Deswegen werde ich mit Freunden mal wieder die Ringe-Trilogie schauen, als Vorbereitung für den Kinogang in ein paar Wochen... und in einem Jahr... und im Jahr drauf...
Möge sich die Welt nach dem 21.12. bitte weiterdrehen!

oboxMartin 09727
Gute Unterhaltung wünscht euch Martin
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o Transpapa03
Transpapa (Kino)
Die pubertierende Maren (Luisa Sappelt) glaubt, dass sich ihr Vater (Devid Striesow) irgendwo in Nepal versucht selbst zu finden. Doch dann erhalten sie und ihre Mutter Ulrike (Sandra Borgmann) eine Postkarte von Sophia, die gerne ihre zweite Mutter sein würde – offensichtlich hat sich Marens Vater bereits im Körper einer Frau selbst gefunden. Obwohl es erst etwas befremdlich wirkt, fährt Maren heimlich nach Köln, um Sophia zu treffen. Dieses deutsche Drama ist der erste Spielfilm von Sarah Judith Mettke, die den Film mit einer Geschäftspartnerin selbst vertreibt. Die Sophia ist die vermutlich außergewöhnlichste Filmrolle von Devid Striesow, der in vielen Produktionen wie z.B. „Der Untergang" spielte oder sich in „3" von einem Mann verführen ließ. Ab 22.11. (BesserAlsEcht)
 
 
o BIGERSPLASH Presse 03 A Bigger Splash (DVD)
Gerade hat der Brite David Hockney seine neue Ausstellung im Museum Ludwig in Köln eröffnet, da erscheint dieser Film über den einflussreichen, schwulen Maler fast 40 Jahre nach Entstehung erstmals auf DVD, nach der Restaurierung durch das Britische Film-Institut. Anfang der 1970er, Hockney hatte sich gerade von seiner ersten Liebe, dem Studenten Peter Schlesinger, getrennt, da begleitete Regisseur Jack Hazan seinen Freund Hockney mit der Kamera nach London, New York und Kalifornien, woraus bald eine Art Selbstinszenierung wurde. Der Gewinner des silbernen Leoparden von Locarno 1974 gewährt einen Einblick in die Schwulen- und Künstlerszene der 1970er. Ab 14.12. auf DVD (Salzgeber)
 
 
o ALLEZEIT Presse 05 Alle Zeit der Welt (DVD)
Die mittlerweile 21-jährige Molly möchte mit ihrem Freund zusammenziehen. Ihr älterer Bruder Maarten (Paul de Leeuw), der sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgezogen hat, lässt sie nur schweren Herzens gehen. Auf einmal ist er allein und empfindet, was viele Mütter sonst spüren: das Leere-Nest-Syndrom. Ein neuer Hund schafft keine Abhilfe, aber dann fällt ihm der Ingenieur Arthur vor die Füße – allerdings behauptet Arthur steif und fest, nicht schwul zu sein. Mollys Freund Toen hingegen ist nicht so zurückhaltend und wird untreu. Als Molly krank wird, bleibt nicht mehr „Alle Zeit der Welt". Die schwarze niederländische Tragikomödie von Job Gosschalk gewann den Publikumspreis der Lesbisch-Schwulen Filmtage. Ab 12.11. (Salzgeber)
 
 
o Let-people01 Let My People Go (DVD)
Ruben ist Briefträger im finnischen Dörfchen Oulu, wo die Einwohner alle lächeln, und lebt dort glücklich mit seinem Freund Teemu zusammen. Eines Tages verweigert eine Kundin eine Geldsendung und stirbt auf der Stelle an einem Herzinfarkt. Noch am selben Tag setzt ihn Teemu unvermittelt vor die Tür. Der überraschte Single nimmt das Geld und flüchtet zu seiner jüdischen Familie nach Paris, um das Passahfest zu feiern, doch dort herrscht noch mehr Chaos. Regisseur Mikael Buch schrieb zusammen mit Christophe Honoré („Chanson der Liebe") diese überdrehte Komödie und gewann Almodóvars Dauerschauspielerin Carmen Maura für die Rolle von Rubens Mutter. Ab 26.10. (Pro-Fun)
 
Bilder: Filmverlage
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