FILM IM NOVEMBER

Falls Ihr „Bear City 2“ beim Filmfest homo chrom oder den Lesbisch- Schwulen Filmtagen Hamburg verpasst habt, gibt es nicht nur am 01.12. zur Bärenwoche in Köln eine weitere Vorstellung, zu der sogar Regisseur Doug Langway zu Gast sein wird, nein!, es gibt noch etwas, mit dem ihr euch die Zeit bis dahin vertreiben könnt – und ich bin selbst vollkommen angefixt davon: „Where the Bears Are“.
Die insgesamt 2-stündige bärige Webserie aus Los Angeles wird seit August 2012 sukzessive als 4-6 Minuten lange Clips ins Netz gestellt, sowohl über Vimeo-Videos auf der Homepage (wherethebearsare.tv) als auch bei Youtube. Momentan sind 19 von 25 Episoden veröffentlicht. Ich fiebere also selbst noch mit, wie es wohl enden mag.
Die insgesamt 2-stündige bärige Webserie aus Los Angeles wird seit August 2012 sukzessive als 4-6 Minuten lange Clips ins Netz gestellt, sowohl über Vimeo-Videos auf der Homepage (wherethebearsare.tv) als auch bei Youtube. Momentan sind 19 von 25 Episoden veröffentlicht. Ich fiebere also selbst noch mit, wie es wohl enden mag.
„Where the Bears Are“ ist als Webserie nicht nur kostenlos, sondern wirklich nette Unterhaltung. Eine Mischung aus „BearCity“-Komödie, also bärig-schwulem Humor, und effektiver Krimigeschichte à la „Mord ist ihr Hobby“. Drei Freunde erwachen nach einer Geburtstagsparty mit einer Leiche im Badezimmer. Um sich selbst vom Mordverdacht zu entlasten, begeben sich die drei auf Tätersuche mit wechselnden Verdächtigen. Ist z.B. der unglaublich gut aussehende Barkeeper der wahre Mörder? Oder doch der betrügerische Nachtclubbesitzer?
Lasst euch nicht davon täuschen, wenn man sieht, dass es mit Digitalkamera gedreht wurde oder wenn das Schauspiel etwas überzogen wirkt (das soll übrigens so sein). Denn die drei Hauptdarsteller, die die Webserie selbst schreiben, produzieren und Regie führen, sind durchaus Profis. Das merkt man insbesondere an der gewitzten Dramaturgie von Rick Copp, der seine Karriere bei den „Golden Girls“ begann und z.B. „Die Brady Familie“, aber auch Romane schrieb. Die drei haben zudem mehrere, sehr unterschiedliche bärige Nebencharaktere entworfen und äußerst ansehnlich besetzt.
Mal schauen, ob vielleicht eine zweite Staffel folgt oder vielleicht sogar ein Spielfilm entwickelt wird. Aber bis zum Ende der jetzigen Staffel müssen wir ja ohnehin noch ein paar Episoden abwarten und können uns ja außerdem auf die Veröffentlichung der „BearCity“-Fortsetzung mit deutschen Untertiteln freuen.

Gute Unterhaltung wünscht euch Martin
(
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BearCity 2: Der Antrag (Bear-Pride-Spezial)
Volle Bärenkraft voraus zur Bear Pride Week in Köln: Regisseur Doug Langway kommt höchstpersönlich zur Vorstellung am 01.12. um 16:00 ins Filmforum NRW!
Die Bären aus dem Komödien-Hit „BearCity“ sind zurück. Diesmal wollen Tyler und Roger, das Paar mit dem großen Altersunterschied, heiraten. Doch beim Bärenwochenende in Provincetown mit ihren Fellfreunden Michael und Carlos, Fred und Brent drängen sich alte und neue Bekannte zwischen die beiden frisch Verlobten. Und auch die anderen Paare erleben stürmische Beziehungszeiten.
Volle Bärenkraft voraus zur Bear Pride Week in Köln: Regisseur Doug Langway kommt höchstpersönlich zur Vorstellung am 01.12. um 16:00 ins Filmforum NRW!
Die Bären aus dem Komödien-Hit „BearCity“ sind zurück. Diesmal wollen Tyler und Roger, das Paar mit dem großen Altersunterschied, heiraten. Doch beim Bärenwochenende in Provincetown mit ihren Fellfreunden Michael und Carlos, Fred und Brent drängen sich alte und neue Bekannte zwischen die beiden frisch Verlobten. Und auch die anderen Paare erleben stürmische Beziehungszeiten.
Detlef (Kino & DVD)
Auf der Berlinale wurde 2012 schwule deutsche Geschichte aufgearbeitet: Neben „Unter Männern – Schwul in der DDR“ gab es auch diese Doku über Detlef Stoffel. Einige mögen vom Titel „Detlef“ abgeschreckt sein, aber das Stereotyp, dass Schwule Detlef heißen, basiert ja erst auf Stoffel, der einer der Vorstreiter der westdeutschen Schwulenbewegung war. Er gründete 1972 eine Schwulengruppe in Bielefeld, ging auf die Straße, sorgte für mediale Wahrnehmung und eröffnete dann einen schwul geführten Bioladen. Das dokumentarische Resümee Stoffels ist ein geschichtlich wichtiges Werk, aber auch ein unterhaltsamer, überraschender Film. Ab 01.11. im Kino, ab 30.11. auf DVD (Pro-Fun).
Auf der Berlinale wurde 2012 schwule deutsche Geschichte aufgearbeitet: Neben „Unter Männern – Schwul in der DDR“ gab es auch diese Doku über Detlef Stoffel. Einige mögen vom Titel „Detlef“ abgeschreckt sein, aber das Stereotyp, dass Schwule Detlef heißen, basiert ja erst auf Stoffel, der einer der Vorstreiter der westdeutschen Schwulenbewegung war. Er gründete 1972 eine Schwulengruppe in Bielefeld, ging auf die Straße, sorgte für mediale Wahrnehmung und eröffnete dann einen schwul geführten Bioladen. Das dokumentarische Resümee Stoffels ist ein geschichtlich wichtiges Werk, aber auch ein unterhaltsamer, überraschender Film. Ab 01.11. im Kino, ab 30.11. auf DVD (Pro-Fun).
Dicke Mädchen (Kino)
Der Bankangestellte Sven lebt mit seiner an Demenz erkrankten Mutter Edeltraut zusammen, teilt mit ihr die Wohnung, ja, sogar das Bett. Tagsüber betreut Daniel sie, geht mit ihr zum Friseur, spazieren, einkaufen und hält die Wohnung in Schuss. Doch eines Tages haut Edeltraut alleine aus der Wohnung ab. Die beiden Männer suchen nach ihr, doch was sie vor allem finden, ist eine zarte Zuneigung zueinander… „Dicke Mädchen“ ist ein kleines Filmwunder: Etwas melancholisch, aber super-charmant entstand der Film angeblich für 517,32 € und gewann viele Preise. Im November geht Regisseur Axel Ranisch mit Team (z.B. seiner 91-jährigen Oma und Darstellerin Ruth Bickelhaupt) auf Kinotour. Ab 15.11. (missingFILMs).
Der Bankangestellte Sven lebt mit seiner an Demenz erkrankten Mutter Edeltraut zusammen, teilt mit ihr die Wohnung, ja, sogar das Bett. Tagsüber betreut Daniel sie, geht mit ihr zum Friseur, spazieren, einkaufen und hält die Wohnung in Schuss. Doch eines Tages haut Edeltraut alleine aus der Wohnung ab. Die beiden Männer suchen nach ihr, doch was sie vor allem finden, ist eine zarte Zuneigung zueinander… „Dicke Mädchen“ ist ein kleines Filmwunder: Etwas melancholisch, aber super-charmant entstand der Film angeblich für 517,32 € und gewann viele Preise. Im November geht Regisseur Axel Ranisch mit Team (z.B. seiner 91-jährigen Oma und Darstellerin Ruth Bickelhaupt) auf Kinotour. Ab 15.11. (missingFILMs).
Keep the Lights On (Kino & DVD)
Filmemacher Erik lernt Ende der 90er den Anwalt Paul über eine Telefon-Dateline kennen. Nach ein paar Treffen macht Paul mit seiner Freundin Schluss und zieht bald mit Erik zusammen. Doch ihre Beziehung ist davon geprägt, dass Paul sich entzieht und drogensüchtig wird, während Eriks Filmarbeit darunter leidet, dass er versucht, Paul aus dem Dreck zu ziehen und die Beziehung zusammen zu halten. Wie lange wird Erik das mitmachen. Ira Sachs‘ Film mit Thure Lindhardt („Bruderschaft“) gewann den Teddy Award 2012. Ab 25.10. im Kino, ab 12.11. auf DVD (Salzgeber).
Filmemacher Erik lernt Ende der 90er den Anwalt Paul über eine Telefon-Dateline kennen. Nach ein paar Treffen macht Paul mit seiner Freundin Schluss und zieht bald mit Erik zusammen. Doch ihre Beziehung ist davon geprägt, dass Paul sich entzieht und drogensüchtig wird, während Eriks Filmarbeit darunter leidet, dass er versucht, Paul aus dem Dreck zu ziehen und die Beziehung zusammen zu halten. Wie lange wird Erik das mitmachen. Ira Sachs‘ Film mit Thure Lindhardt („Bruderschaft“) gewann den Teddy Award 2012. Ab 25.10. im Kino, ab 12.11. auf DVD (Salzgeber).
Männer zum Knutschen (DVD)
Der Bankangestellte Ernst lebt seit Kurzem in Berlin und glaubt, im frühpensionierten Lebemann Tobi sein passendes Gegenstück gefunden zu haben – und gegensätzlich sind die beiden tatsächlich. Als Ernsts beste Freundin Uta aus Amerika zu Besuch kommt, zerbröckelt jedoch der Traum: Uta und Tobi verstehen sich überhaupt nicht. Und dann behauptet Tobi, dass Uta ihn bedroht hätte – ausgerechnet mit einem Nussknacker. Die DVD dieser Indie-Komödie wartet mit vielen Extras auf. Ab 28.09. (Pro-Fun).
Der Bankangestellte Ernst lebt seit Kurzem in Berlin und glaubt, im frühpensionierten Lebemann Tobi sein passendes Gegenstück gefunden zu haben – und gegensätzlich sind die beiden tatsächlich. Als Ernsts beste Freundin Uta aus Amerika zu Besuch kommt, zerbröckelt jedoch der Traum: Uta und Tobi verstehen sich überhaupt nicht. Und dann behauptet Tobi, dass Uta ihn bedroht hätte – ausgerechnet mit einem Nussknacker. Die DVD dieser Indie-Komödie wartet mit vielen Extras auf. Ab 28.09. (Pro-Fun).


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