BERLINALE 2011

Wim Wenders, die Coen-Brüder, Jeff Bridges, Helena Bonham Carter, Ralph Fiennes, Diane Kruger, Kevin Spacey, Colin Firth und viele andere sind zu den Premieren ihrer neuen Filme bei der 61. Berlinale gekommen. Selbst Madonna soll einem ausgewählten Publikum kurze Ausschnitte aus ihrem neuen Film präsentiert haben, auch wenn sie sich sonst rar machte.
Wer jedoch glaubt, dass Filmfestivals nur Partys mit Superstars bedeuten, der irrt, denn den Stars standen 3800 Journalisten und 19000 Fachbesucher aus aller Welt gegenüber. Immerhin bieten die Internationalen Filmfestspiele Berlin zusätzlich den Talent Campus und den europäischen Filmmarkt, wo Lizenzen gehandelt werden, und einiges mehr.
Da verliert man sich schnell in eine ganz eigene Welt, die nur für Presse und Fachleute inszeniert wird, obwohl selbst Berliner die Stimmung in der ganzen Stadt spüren. Als größtes Publikumsfest bedeutet die Berlinale jedoch in Wahrheit für Fachbesucher und Presse neben einigen Empfängen vor allem auch dies: langes Schlangestehen um die besten Plätze bei den fast sämtlich ausverkauften Vorstellungen, viel Herumgelaufe, wenig Schlaf und natürlich Filme, viele Filme.
385 Filme wurden in 925 Vorstellungen angeboten. Da braucht man einen guten Überblick und muss Prioritäten setzen, welche Filme in den Fachbereich fallen oder interessant sind. Obwohl das Festival zehn Tage läuft, schafft man meist nicht einmal ein Zehntel aller Filme. Schließlich muss man ja auch noch über die Filme schreiben, Interviews führen, Geschäftstreffen absolvieren oder mal eben eine Kleinigkeit essen.
Andererseits bietet so ein Festival natürlich auch viel Flair und Glamour, viele rote Teppiche, außergewöhnliche Momente, gute Kontaktmöglichkeiten und nicht zuletzt die Möglichkeit, kleine oder künstlerische Filmperlen zu sehen, die möglicherweise nie einen Verleih finden.
Mehr zur Berlinale und zu neuen Filmen in der kommenden BOX 214.


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